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Neues Strategiepapier der ALR e.V. veröffentlicht auf der ALR / ASG Veranstaltung am 3.12.2018 in Neumünster

Anlässlich der - von ca. 100 Interessierten - gut besuchten ALR / ASG Kooperationsveranstaltung am 3. Dezember 2018 im "Kiek in!" - Veranstaltungszentrum in Neumünster veröffentlichte die ALR e.V. ihr aktuelles Strategiepapier.

Es werden Empfehlungen an Politik, Verwaltung und Akteure der Ländlichen Räume ausgesprochen, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Förderperiode 2021 bis 2027 der Europäischen Union, aber auch vor dem Hintergrund veränderter politischer Rahmenbedingungen auf Bundesebene, wie

Ländliche Räume als Chancen-Räume genutzt werden können und

Förderinstrumente auch über den ELER hinaus entsprechend gestaltet werden sollten.

Mit ihrem Impuls trägt die Akademie dazu bei, auch in Zukunft mit vielfältigen Akteuren auf landesweiter, regionaler und lokaler Ebene qualitätsvoll die Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen in Schleswig-Holstein zu erhalten und auszubauen.

 

Trotz Kürzungen der EU Zuwendungen  - bedingt durch den Brexit - werden die Fördermittel der Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern (GAK) für 2019 bis 2021 jeweils auf 23 Millionen angehoben. Eine Entscheidung des Bundes, der die Ländlichen Räume mit dieser Maßnahme stärker unterstützen will. Die Staatssekretärin des Innenministeriums SH, Kristina Herbst, begrüßte diese Anhebung sehr und legte den Fokus auf die Belebung der Ortskerne und des Ehrenamts. Entsprechend den Erfahrungen der letzten und der noch laufenden Förderperiode konnten die Referenten aus Brüssel und Berlin für die kommende Förderperiode weniger Kontrollen bei der Mittelverteilung und mehr Freiheiten bei der regionalen Mittelvergabe ankündigen (ELER-Reset). Als Vertreter der Kommunen in SH verspricht sich Gero Neidlinger (Amt Hüttener Berge) von der versprochenen Neuausrichtung einen geringeren Verwaltungsaufwand und so eine höhere Zahl an Projektumsetzungen. Olaf Prüß, vom Sprecherkreis der Schleswig-holsteinischen AktivRegionen, freute sich sehr über den "Meilenstein des Umdenkens" und hofft auf gleiche Verfahrensgrundsätze bei Land und Bund. Dies konnte die Staatssekretärin weitgehend zusagen und kündigte ihre volle Unterstützung in dieser Richtung an. Für einen selbstbewussteren Sprachgebrauch rief der Vorsitzende der ALR e.V. Hermann-Josef Thoben auf, der für die "Chancenräume" gewaltiges Entwicklungspotential auch im voranschreitenden Breitbandausbau und der Digitalisierung sieht.

Hier finden Sie die Presseinformation und einen Artikel der shz  vom 4.12.2018