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Internationale Grüne Woche Berlin 2019

Die Grüne Woche – die weltweit größte Messe für Ernährung und Landwirtschaft, aber auch ländliche Entwicklung – zog in diesem Jahr rund 400.000 Fachbesucher und Publikumsgäste an.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins e. V. (ALR) zum dritten Mal erneut ausgewählt und beauftragt, als Mitglied der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Akademien für ländliche Räume auf der 84. Internationalen Grünen Woche 2019 (IGW) Beispiele für gelungene Projekte und innovative Lösungen in ländlichen Räumen zu präsentieren. Gemeinsam mit dem Forum ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg wurde in Berlin auf dem Messegelände unter dem Funkturm vom 18. bis 27. Januar 2019 Aktuelles aus den Themenfeldern Digitalisierung, Ortskernentwicklung und Kultur in ländlichen Räumen vorgestellt.

„Wir freuen uns als Akademie sehr, dass unsere Arbeit und starke Projekte erneut eine so große Anerkennung in Berlin erfahren“, sagte Hermann-Josef Thoben, Vorsitzender der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins. „So haben wir unter unserem Motto ,Land bewegt!‘ die Möglichkeit, herausragende Beispiele schleswig-holsteinischer Lösungswege in der Halle 4.2 ,Lust aufs Land? vorzustellen. Dabei zeigen wir, dass die ländlichen Räume bei uns ‚Chancen-Räume‘ sind und noch stärker ins Bewusstsein und Rampenlicht gerückt gehören.“

Ziel der Akademie war, in Berlin über Themen der ländlichen Entwicklung aus schleswig-holsteinischer Sicht zu informieren, Beispiele für gelungene Projekte in ländlichen Räumen kennenzulernen und sich mit Projektträgern und Fachleuten aus verschiedenen Bundesländern auszutauschen. In zahlreichen von der Akademie initiierten Expertengesprächen mit Teilnehmenden aus Dänemark, Estland und Deutschland – darunter Hans-Joachim Grote, Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein (MILI), und Kristina Herbst, Staatssekretärin im MILI – wurden Themen der ländlichen Entwicklung diskutiert, so „Neue Kultur in ländlichen Räumen“, „Wie wird das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) zum Erfolgs-Labor der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)?“, „Wie Digitalisierung den ländlichen Räumen konkret Vorteile verschafft“, „Interkommunale Zusammenarbeit: So werden Potentiale besser genutzt“, „Digitale Power für Kultur in ländlichen Räumen!“, „Aktuelle Herausforderungen für die ländlichen Räume: Von mutigen Ansätzen und hinderlichen Bremsklötzen“, „Ortskern-Entwicklung: So werden partizipativ die größten Effekte erzielt“, „Ländliche Räume im Aufwind – oder im Sinkflug?“, „Digitalisierung: Lust oder Frust?“ und  „Ländliche Entwicklung in der nächsten EU-Förderperiode“.

In Kooperation mit dem Forum ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg wurden auf dem Messestand zahlreiche Projekte aus den beiden Bundesländern vorgestellt. Viele Projektbeteiligte waren vor Ort, um die beispielhaften Vorhaben zu erläutern und für Fachgespräche zur Verfügung zu stehen. Außerdem war die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft „Nachhaltige Landentwicklung“ am Stand mit Vertretern aus verschiedenen Bundesländern zugegen, um ihre Arbeit unter dem Titel „BürgerInnen gestalten die Zukunft“ zu präsentieren.

Und auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeslandwirtschaftministerin Julia Klöckner machten bei Ihrem Messebesuch in Halle 4.2 am Stand der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins Station, um sich zu informieren und mit dem Vorsitzenden Hermann-Josef Thoben Gedanken zu Möglichkeiten der ländlichen Entwicklung auszutauschen.

Auf der großen LandSchau-Bühne der Agrarsozialen Gesellschaft mit den Moderatorinnen Heike Götz und Petra Schwarz erwartete Besucherinnen und Besucher eine spannende Mischung aus Unterhaltung und Information. Aus Schleswig-Holstein wurden folgende Themen vorgestellt:

„Neue Kultur in ländlichen Räumen!“ mit Stella Fuglsang-Damgaard Sina (Schülerbotschafterin deutsche Minderheit Dänemark), Theresia Hagen-Burmester und Johannes Kuhnhardt (Kulturscheune des MarktTreffs Koberg), Daniel Weth (Schleswig-Holstein Musik Festival) und Torsten Sommer (Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins)

„So bringt Digitalisierung konkrete Vorteile im Dorf!“  mit Thorsten Bausch (Gründer von myEnso), Carina Kühl (Breitband-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein), Marika Puskeppeleit (AHA dialog ländliche räume, Andreas Hermes Akademie) und Jürgen Wolff (Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins)

„Interkommunale Zusammenarbeit: miteinander statt gegeneinander!“ mit Andreas Betz (Amtsdirektor Amt Hüttener Berge), Petra Elmenthaler (Bürgermeisterin Gemeinde Delve), Carla Harnischfeger (Ramboll Management Consulting) und Hermann-Josef Thoben (Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins)

„Ortskernentwicklung: Größte Effekte mit Bürgerbeteiligung“  mit Petra Elmenthaler (Bürgermeisterin Gemeinde Delve), Georg Wendrich (Bürgermeister Gemeinde Hohenaspe) und Torsten Sommer (Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins)

„Digitalisierung: Lust oder Frust?“  mit Gesa Fink (Bürgermeisterin Hohenfelde / Kreis Plön), Dr. Klaus Schafmeister (Smart Country Side der Kreise Lippe und Höxter) und Hermann-Josef Thoben (Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins)

Die Aussteller der Gemeinschaftsschau „Lust aufs Land – Ländliche Entwicklung – Wir bewegen das Land“ zeigten in der Halle 4.2, was gutes Leben und Arbeiten in ländlichen Regionen heutzutage und zukünftig ausmacht. Unter den beispielgebenden Projekten aus Schleswig-Holstein befanden sich auf der IGW erneut viele Projekte der 22 schleswig-holsteinischen AktivRegionen. Sie sind die „Ideenschmieden ländlicher Räume“ und mit ihren Projekten zeigen sie seit vielen Jahren wie mit Hilfe des LEADER-Ansatzes Herausforderungen im ländlichen Raum kreativ und engagiert bewältigt werden können.

Zu den Projekten, die in Berlin vorgestellt wurden, zählen unter anderen Kulturprojekte des MarktTreffs Koberg (Kreis Herzogtum Lauenburg), musiculum (Lern- und Experimentierwerkstatt für Kinder und Jugendliche), das Breitband-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein, die interkommunale Zusammenarbeit und Zukunftsplanungen der Gemeinden Delve (Kreis Dithmarschen), Borgstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde), Sörup (Kreis Schleswig-Flensburg), Hohenaspe (Kreis Steinburg) und Hohenfelde (Kreis Plön).Und auch das beim Messepublikum seit Jahren beliebte Jugend-Projekt „Ubuntu – der Circus“ aus Horst (Kreis Steinburg). aus dem nördlichsten Bundesland war erneut auf der großen Bühne und am Akademie-Stand vertreten und sorgte für gute Stimmung.

Quelle: MarktTreff SH 2019