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Dorfkümmerer in Schleswig-Holstein

Was „bewegt“ die Dorfkümmerer in Schleswig-Holstein?

Dieser Frage wollten die Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holstein e.V., die Diakonie SH  und die Vertreterin des Interreg-Projektes „MAMBA“ mit aktiven Menschen aus Schleswig-Holstein nachgehen. So folgten der Einladung am 4. März 15 Kümmerer und –innen in die Räume des Vereins evangelischer Kindertagesstätten in Rendsburg, um ins Gespräch zu kommen, sich zu vernetzen und zu informieren. Die  DorfkümmerInnen, BürgernetzwerkerInnen oder DorfmanagerInnen sehen ihre Aufgaben vorrangig in der Verbesserung der Lebensverhältnisse im Ländlichen Raum. Meist ehrenamtlich oder als Minijob organisiert, gibt es für die Wenigsten der Aktiven eine genaue Stellenbeschreibung. Der Kümmerer / die KümmerIn wird meist aus aktuellen Anforderungen und Bedingungen heraus als befristete Projektstelle aus öffentlichen Landes- oder Bundesmitteln finanziert. Die Aufgaben und Dienstleistungen stehen in vielen Fällen altersunabhängig allen Einwohnern im jeweiligen Einzugsgebiet zur Verfügung, zum Teil aber auch nur für den Senioren im Ort. Laut der vor Ort ausgefüllten Steckbriefe sind alle Anwesenden sehr zufrieden mit Ihrer Tätigkeit und dem, was sie Zurzeit erreichen können. Dabei ist aber der Wunsch nach mehr Unterstützung und Akzeptanz seitens der Kommunen und öffentlichen Träger mehr als deutlich geworden. Angesichts des demographischen Wandels sind Themen wie Mobilität, Versorgung oder Vereinsamung von zentraler Bedeutung und betreffen zunehmend viele ländliche Gebiete. KümmererInnen sind an dieser Stelle wertvolle Bindeglieder zwischen Bürger und Kommune und zur Stelle, wenn es zu Notsituationen oder Bedarfen im alltäglichen Leben – an welchem Punkt auch immer - kommt.

Fazit des ersten Treffens mit leider nur wenig Beteiligten war, dass eine Vernetzung der sich kümmernden Menschen im Land nötig und sinnvoll ist, damit auch hier eine Lobby entstehen kann, die zu mehr Akzeptanz und Förderung dieser so wichtigen NetzwerkerInnen führen.

Ein zweites Treffen mit dem erweiterten Blick auf Mobilität ist im Laufe des Jahres geplant.