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Kategorie: BULE Aktuell

Veranstaltung "500 Landinitiativen"

LandInitiativen in Schleswig-Holstein - Ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsintegration Am 4. Mai 2018, 16:00 Uhr im Hohen Arsenal Rendsburg


 Wie gelingt erfolgreiche Integration? Den allgemeingültigen, goldenen Weg hierfür gibt es nicht, hängt der Erfolg doch von verschiedensten Faktoren ab. Mögliche Wege, wie sie gelingen kann, wurden am 4. Mai im Kulturzentrum Hohes Arsenal im Rahmen der o.g. Veranstaltung in Rendsburg vorgestellt.

Insgesamt 25 Initiativen aus ganz Schleswig-Holstein präsentierten dort ihre Ideen für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen im Ländlichen Raum, die Sie mit Hilfe von Fördergeldern aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) umsetzen bzw. bereits umgesetzt haben. Sie alle hatten sich auf den Aufruf ‚500 LandInitiativen‘ des BULE beworben, bei dem deutschlandweit über 700 Projekte eine Zuwendung erhielten – 61 davon allein in Schleswig-Holstein. Eine Zahl, die das große Engagement bestätigt, das seit Beginn der Flüchtlingswelle in unserem Bundesland sichtbar ist.

 Sichtbar wurde dieses Engagement auch auf eindrucksvolle Weise in den Präsentationen der 25 zum Großteil ehrenamtlich organisierten Projekte. Die Ideen sind innovativ und vielfältig: Vom Projekt „Leben und Lernen“ in Breklum, bei dem es um die sozio-kulturelle Integration von Frauen und Kindern aus dem Nordirak geht über das Kochprojekt „AWO Plus“ in Gettorf, bei dem sich jeden Donnerstag Geflüchtete und Deutsche zum gemeinsamen Kochen treffen bis zur „Musikperformance“ in Appen; den Erfolg dieses Projektes fasst der Teilnehmer Muhammad aus Syrien treffend wie folgt zusammen: „Durch Musik lerne ich Deutschland besser kennen.“

Allen Projekten gemein war auch das Herzblut, das ihren vorstellenden Initiatoren deutlich anzusehen war. Ein bedeutsamer Faktor für das Gelingen ehrenamtlich geführter Projekte, fand auch Hermann-Josef Thoben, Vorsitzender der ALR: „Im Mittelpunkt erfolgreicher Projekte stehen immer die Menschen, die vor Ort mutig Aufgaben angehen und andere mitnehmen.“ Erfolge vorweisen konnten die bereits umgesetzten Projekte durchaus. So wurden die Maßnahmen sowohl von Zuwanderern als auch von Einheimischen zum Großteil sehr gut angenommen, wie auch zwei syrische Projektteilnehmerinnen der „AWO Plus“ bestätigten, die bei der Veranstaltung sowohl ihre deutschen Sprachkenntnisse als auch ihre Kochkünste unter Beweis stellten.

„Ehrenamtliche bekommen immer auch etwas zurück, insbesondere durch die, denen sie helfen. Aber auch von der Gesellschaft müssen sie etwas zurückbekommen.“, so Torsten Geerdts, Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Ländliche Räume und Integration. Catriona Lenk, die bei der ALR die BULE-Transferstelle betreut und die Veranstaltung vorbereitet und organsiert hat, griff den Satz von Torsten Geerdts nochmals auf: „Als Gesellschaft etwas zurückgeben, das ehrenamtliche Engagement würdigen: genau dazu wollten wir mit dieser Veranstaltung beitragen und haben sie daher auch bewusst in einem öffentlichen Rahmen beworben.“ Mit Erfolg: Etwa 90 Teilnehmer aus den Projekten sowie Ehrenamts- und Integrationskoordinatoren, Regionalmanager oder Politiker von kommunaler bis zur Landesebene hatten sich angemeldet.

 Extra aus Bonn angereist war Harald Wedel von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), welche für die Umsetzung des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung verantwortlich ist. Er stellte die Grundzüge des BULE vor,  gab einen Überblick über die Antragsteller, die Themenbereiche sowie erste Erkenntnisse des Aufrufs ‚500 LandInitiativen‘ und stand den Projektträgern im Anschluss Rede und Antwort. Viele Initiativen würden ihr Engagement gerne über den geplanten Projektzeitraum hinaus fortführen und erkundigten sich nach Möglichkeiten weiterer Förderung. Diese sei im Rahmen des BULE leider nicht möglich, so Wedel, könne aber ggf. über Landesmittel laufen.

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