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Herzogtum Lauenburg/Kiel (pm). Die Jury des Landes-Wettbewerbs 2022 „Unser Dorf hat Zukunft“ hat ihre erste Entscheidung gefällt. Auf ihrer Sitzung bei der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins (ALR) in Flintbek entschied das elfköpfige Gremium, zehn Gemeinden bei der Endauswahl im Juni zu besuchen. Insgesamt hatten 18 Gemeinden aus sieben schleswig-holsteinischen Kreisen ihre Bewerbungen abgegeben.

Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack ist mit dem bisherigen Verlauf des Landes-Wettbewerbs zufrieden. „Dieser Wettbewerb ist und bleibt eine Erfolgsgeschichte. Vor mehr als 60 Jahren wurde er unter dem Titel `Unser Dorf soll schöner werden´ hier bei uns in Schleswig-Holstein ins Leben gerufen – jetzt ist er längst bundesweit etabliert. Dass sich trotz der schwierigeren Rahmenbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie 18 Kommunen beteiligten, spricht für die Attraktivität des Wettbewerbs.“ Die Jury-Vorsitzende Annette Blöcker (ALR): „Wir waren beeindruckt von der Qualität der eingereichten Bewerbungen von 18 schleswig-holsteinischen Dörfern. Am liebsten hätte die Jury alle Gemeinden besucht. Daher fiel unsere fast einvernehmliche Entscheidung erst nach sorgsamer Abwägung aller Fakten und Argumente sowie einer intensiven Diskussion.“

Die jetzt ausgewählten Top-10-Gemeinden des Landes-Wettbewerbs 2022 „Unser Land hat Zukunft“ sind:

  • Bergenhusen                    Kreis Schleswig-Flensburg              718 Einwohnenden
  • Brokstedt                          Kreis Steinburg                             2.100 Einwohnenden
  • Dannewerk                       Kreis Schleswig-Flensburg              1.105 Einwohnenden
  • Duvensee                          Kreis Herzogtum Lauenburg          546 Einwohnenden
  • Grundhof                          Kreis Schleswig-Flensburg              916 Einwohnenden
  • Lentföhrden                     Kreis Segeberg                                2.700 Einwohnenden
  • Medelby                           Kreis Schleswig-Flensburg               1.003 Einwohnenden
  • Pahlen                               Kreis Dithmarschen                      1.164 Einwohnenden
  • Tetenhusen                      Kreis Schleswig-Flensburg              952 Einwohnenden
  • Witzeeze                           Kreis Herzogtum Lauenburg          909 Einwohnenden

Teilnehmen konnten Gemeinden mit maximal 3.000 Einwohnern. Die Gewinner-Gemeinde bekommt eine Landes-Projektförderung in Höhe von 10.000 Euro, die sie mit 2.500 Euro kofinanzieren muss. Außerdem qualifiziert sie sich automatisch für den Bundes-Wettbewerb, der 2023 ausgetragen wird. Zum zweiten Mal wird zusätzlich ein gemeinsamer Sonder-Preis der Handwerkskammer Schleswig-Holstein und der IHK Schleswig-Holstein in Höhe von 5.000 Euro vergeben. Mit dieser Summe soll eine Gemeinde ausgezeichnet werden, die sich mit besonderen Aktivitäten um die Gewerbetreibenden und Unternehmen im Dorf bemüht und Kooperationen zwischen Schulen, Bildungseinrichtungen und der lokalen Wirtschaft nutzt. Erstmals vergeben die Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins und der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag einen ebenfalls mit 5.000 Euro dotierten Sonder-Preis. Themenschwerpunkt ist dabei die „Beteiligung von Kindern und Jugendlichen“.

Als Zeichen der besonderen Wertschätzung lädt das Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung alle teilnehmenden Gemeinden zu einem Austausch- und Diskussions-Forum in die Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins nach Flintbek ein. „Hier werden starke und innovative Gemeinden aus allen Teilen unseres Landes zusammenkommen, die sich zu aktuellen Themen, die ihre Dörfer beschäftigen, austauschen und ins Gespräch kommen wollen“, ist Jury-Vorsitzende Annette Blöcker überzeugt.

Der Wettbewerb findet alle drei Jahre statt. Jüngster schleswig-holsteinischer Gewinner war im Jahr 2018 die Gemeinde Nindorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde, die auf Bundesebene eine Bronzemedaille errang.

Das Hauptaugenmerk des Landes-Wettbewerbs 2022 liegt auf folgenden Themenfeldern:

  • Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen
  • Soziale und kulturelle Aktivitäten
  • Ästhetische und nachhaltige Entwicklung des Ortes
  • Moderne / digitale Dorfgemeinschaft und Teilhabe
  • Innovative Ortskernentwicklung / Attraktivierung des Ortskerns

Aus Sicht der Ministerin haben die teilnehmenden Gemeinden allein schon durch ihre Bewerbung beim Wettbewerb bewiesen, dass sie nach vorn gewandt ihre Zukunft gestalten und so Antworten auf wichtige Herausforderungen und nachhaltige pragmatische Lösungswege für Ihre Gemeinden und Menschen finden: „Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass die Attraktivität der Gemeinden auf dem Land gestiegen ist. Die gelebte Kultur des Miteinanders kann gerade in Krisenzeiten ein starker Ausdruck und Wegbereiter von zukunftsfähigen Strukturen sein. Der Landes-Wettbewerb stärkt die dörfliche Identität und kann Impulse setzen – auch für die Zeit nach dem Wettbewerb.“

Der Jury des Landes-Wettbewerbs 2022 „Unser Dorf hat Zukunft“ gehören an:

  • Akademie für die ländlichen Räume Schleswig-Holsteins
  • Handwerkskammer Schleswig-Holstein
  • IHK Schleswig-Holstein
  • Landesnaturschutzverband Schleswig-Holstein
  • LandFrauenVerband Schleswig-Holstein
  • Landjugendverband Schleswig-Holstein
  • Landesverband der Volkshochschulen S-H
  • Schleswig-Holsteinischer Gemeindetag
  •  Schleswig-Holsteinischer Heimatbund
  • Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung
  • Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein
    Quelle: Herzogtum direkt / April 2022

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