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ILE - Integrierte Ländliche Entwicklung

Die Ländlichen Räume in ganz Deutschland werden über die Fördertöpfe: Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) und den  "Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums" (ELER) gefördert. Die Maßnahme dieser Fördertöpfe ist die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE). Im Mittelpunkt integrierter ländlicher Entwicklung steht die Partnerschaft zwischen Politik und Verwaltung, den Bürgerinnen und Bürgern, der Wirtschaft und der Wissenschaft. Diese kann innerhalb von Dörfern, Gemeinden und Kreisen, aber auch als interkommunale Kooperation über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinweg, stattfinden. Bei der integrierten ländlichen Entwicklung werden nicht Lösungen für einzelne Sektoren gesucht, sondern sektorübergreifende Ansätze, die dem gesamten Gemeinwesen, z. B. auf Dorf- und Landkreisebene, dienen. Also nicht mehr isoliert: Wie bekomme ich meine landwirtschaftlichen Produkte verkauft und wie kann ich mich für Naturschutz einsetzen, um eine Fläche zu schützen, sondern: Welchen Nutzen könnte eine Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft für die Menschen unserer Region haben und welche Gewinne fallen durch diese Zusammenarbeit für Landwirtschaft und Naturschutz an?
Förderbereiche der integrierten ländlichen Entwicklung sind:

  • lokale Basisdienstleistungen in ländlichen Gebieten
  • Ländlicher Tourismus
  • Erhaltung des kulturellen Erbes

Weiterführende Links:

 

ELER

 

Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) fördert die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums in der Europäischen Union. Dieser Fonds ist neben dem Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) eines der beiden Finanzierungsinstrumente der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).

6 europaweite ELER-Prioritäten:

  1. Förderung von Wissenstransfer und Innovation in der Land- und Forstwirtschaft und den ländlichen Gebieten
  2. Förderung der Wettbewerbsfähigkeit aller Arten von Landwirtschaft und des Generationswechsels in den landwirtschaftlichen Betrieben
  3. Förderung der Organisation der Nahrungsmittelkette und des Risikomanagements in der Landwirtschaft
  4. Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung von Ökosystemen, die von der Land- und Forstwirtschaft abhängig sind
  5. Förderung der Ressourceneffizienz und Unterstützung des Agrar-, Ernährungs- und Forstsektors beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen und klimaresistenten Wirtschaft
  6. Förderung der sozialen Eingliederung, der Bekämpfung der Armut und der Wirtschaftlichen Entwicklung in den ländlichen Gebiete

Förderfähige Maßnahmen in Schleswig-Holstein:


7.2 Modernisierung ländlicher Wege
7.4 Lokale Basisdienstleistung
7.5 Ländlicher Tourismus
7.6 Erhaltung des kulturellen Erbes

GAK

 

Die GAK (Gemeinschaftsaufgabe Agrar- und Küstenschutz) ist das wichtigste nationale Förderinstrument für eine leistungsfähige, auf künftige Anforderungen ausgerichtete und wettbewerbsfähige Land- und Forstwirtschaft, den Küstenschutz sowie vitale ländliche Räume. Sie enthält eine breite Palette von Agrarstruktur- und Infrastrukturmaßnahmen und deckt damit in weiten Teilen den Anwendungsbereich der ELER-Verordnung ab. Zusammen mit den Ländermitteln betragen die Gesamtmittel der GAK über 1,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Verfassungsziel ist es, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland herzustellen. Große Unterschiede in der Förderung der Agrarstruktur der Bundesländer stünden diesem Ziel entgegen. Deswegen wird die Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern betrachtet.

Der demografische Wandel stellt viele ländliche Regionen Schleswig-Holsteins vor Herausforderungen. Zunehmend wird es notwendig, Siedlungs- und Infrastrukturen an diese Entwicklung anzupassen und dem wachsenden Leerstand von Gebäuden – besonders in den Ortskernen– zu begegnen. Neue Fragestellungen nach dem Zusammenleben, nach der Sicherung der Grundversorgung fordern innovative Antworten. Die Erarbeitung von Orts(Kern)Entwicklungskonzepten ist ein Ansatz zur Gestaltung eines demografiegerechten Dorfumbaus. 

In Schleswig-Holstein förderfähig sind:

2.0  Ortskernentwicklungskonzepte
4.0  Dorfentwicklung
9.0  Lokale Basisdienstleistungen
10.0 Regionalbudget